Praxisausstattung

Allgemeines

Das Entscheidende für die Wirksamkeit der Behandlung ist natürlich die Erfahrung des Arztes. Andererseits ermöglicht eine gute apparative Ausstattung dem Arzt, seine Behandlung wirksamer und sicherer (z.B. ultraschallgestützte Injektionen) zu machen und moderne High-Tech Behandlungsmethoden (z.B. MBST-Kernspinresonanztherapie) zum Wohle seiner Patienten einzusetzen.

Digitales Röntgen

Digitales RöntgenFast kein Mensch fotografiert mehr mit Filmen, die entwickelt werden müssen.

Die digitale Fotografie, bei der die Bilder elektronisch gespeichert werden, ist inzwischen Standard. Beim Röntgen habe ich frühzeitig auf die entsprechende digitale Röntgentechnik umgestellt. Diese aufwändige Technik bietet verschiedene Vorteile. Der wichtigste Vorteil für den Patienten ist die verminderte Strahlenbelastung im Vergleich zum konventionellen Röntgen. Vorteil für den Praxisablauf ist die Verfügbarkeit der Röntgenbilder an jedem Arbeitsplatz der Praxis.

Bildbearbeitung wie Vergrößerung, Schärfung und spezielle Knochenfilter verbessern die Aussagekraft der Bilder. Nicht zuletzt wird die Umwelt geschont, da die Filmentwicklungschemie wegfällt.

Puls- und Sauerstoffmonitoring

Bei manchen Spritzen an der Wirbelsäule kann der Patient mit Atmung und Kreislauf reagieren. Zu Ihrer Sicherheit führe ich bei Spritzen, die solche Reaktionen hervorrufen können, eine fortlaufende Überwachung von Pulsfrequenz und Sauerstoffgehalt im Blut durch. Dies geschieht über einen Sensor am Finger und ist völlig schmerzfrei.

Puls- und Sauerstoffmonitoring

Ultraschall – Sonografie

Die Ultraschalluntersuchung (Sonografie) ist den meisten bekannt durch die Untersuchungen während der Schwangerschaft. Mittels Ultraschall können Bilder des Körperinneren gewonnen werden, nebenwirkungsfrei und insbesondere ohne Belastung mit Röntgenstrahlen. Während ich mit Ultraschall sehr gut die Weichteile (Gelenkkapsel, Gelenkerguss, Muskel, Sehnen…) beurteilen kann, sind Knochen nicht zu beurteilen. Beim Röntgen kann ich zwar die Knochen gut beurteilen, nicht jedoch die Weichteile. Deshalb ergänzen sich diese beiden bildgebenden Verfahren sehr gut.

Sehr wichtig ist für mich die Sonografie als Führungshilfe bei Spritzen in tiefliegende oder schwer zugängliche Gelenke. Ich stelle mittels der Sonografie z.B. das Hüftgelenk oder das Wirbelgelenk dar und kann dann unter direkter Sichtkontrolle die Injektionsnadel genau dahin bringen, wo sie auch landen soll. Durch die genaue Positionierung der Nadel benötige ich weniger Medikament (meistens Cortison) bei gleichzeitig besserer Wirkung. Einige Gelenke liegen, besonders bei nicht ganz schlanken Menschen, in sechs bis acht Zentimeter Tiefe und man kann sie nicht tasten. Ohne Sichtkontrolle kommt die Spritze bestenfalls in die Nähe des Zielortes mit der Gefahr ungewollter Verletzung und schlechterer Wirkung trotz höherer Medikamentendosis.

Viele der Spritzen, die ich unter Ultraschallkontrolle mache, werden heute oft unter Röntgendurchleuchtung oder unter Computertomografie durchgeführt. Im Vergleich zu meiner Technik unter Ultraschall ist die Genauigkeit nicht besser. Nachteilig sind aber eine, vor allem bei der Computertomografie recht hohe Strahlenbelastung und hohe Zusatzkostenkosten.

Ultraschall - Sonografie

Fokussierte und radiale Stoßwelle

In der Orthopädie werden heute im Wesentlichen zwei Techniken der Stoßwellentherapie verwendet.

Die häufigste ist die radiale Stoßwelle, bei der durch Druckluft ein Projektil beschleunigt wird. Dieses Projektil schlägt auf den Applikator und wird umgewandelt in einen Stoßimpuls. Dieser Impuls wird dann über die Haut ins Gewebe eingekoppelt. Typisch sind 10 – 15 Impulse pro Sekunde. Die stärkste Behandlungsintensität ist an der Hautoberfläche. Mit zunehmender Eindringtiefe nimmt die Intensität rasch ab. Diese Art der Stoßwelle eignet sich vor allem für oberflächennahe Sehnenerkrankungen (Kalkschulter, Achillodynie, Fersensporn).

   Fokussierte und radiale StoßwelleBei der fokussierten Stoßwelle wird ähnlich der Nierensteinzertümmerung mit echten Schallwellen gearbeitet. Die Erzeugung dieser Schallwellen ist wesentlich aufwändiger als bei der radialen Stoßwelle. Die Schallwellen, die zunächst weit auseinanderliegen, werden dann gebündelt (fokussiert) wie das Licht durch ein Brennglas, treffen sich erst in mehreren cm Tiefe im Gewebe und haben hier ihre höchste Intensität. An der Hautoberfläche ist die fokussierte Stoßwelle gar nicht zu spüren. Die fokussierte Stoßwelle ist wesentlich energiereicher als die radiale Stoßwelle. Sie eignet sich besonders für tiefliegende Veränderungen, an die die radiale Stoßwelle nicht herankommt. Außerdem spielt sie ihre Stärke bei der Behandlung von Triggerpunkten aus. Diese sind klein, meistens tief liegend und benötigen eine besonders hohe Energie bei der Behandlung, damit sie erfolgreich gelöscht werden können.

   Fokussierte und radiale StoßwelleDas von mir benutzte Stoßwellengerät, der Duolith Tower von Storz bietet mir sowohl die fokussierte Stoßwelle als auch die radiale Stoßwelle. So kann ich für jeden Patienten die am besten wirksame Art der Stoßwelle auswählen. Zusätzlich verfügt das Gerät mit dem V-Actor noch über ein Handstück, mit dem man nach der Triggerpunktbehandlung dem Muskel noch massieren und lockern kann, nicht nur ein angenehmer Abschluss der Behandlung, sondern eine sinnvolle und die Wirkung unterstützende Behandlung.

Computergesteuerte Extension mit Mikrowelle (Tracomputer und Hochfrequenzdiathermie)

Die Traktionsbehandlung ist vor allem zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzzuständen an der Wirbelsäule seit vielen Jahren erprobt, z.B. als Stufenlagerung oder als Schlingentischbehandlung beim Krankengymnasten.

Computergesteuerte Extension mit MikrowelleDer TRAComputer verhindert durch pulsierende Traktion wesentlich diese Muskulatur, die die Wirkung behindert. Eine überlagerte angenehme Vibration verringert die Muskelspannung weiter. Die meisten Wärmeanwendungen erwärmen stärker die Haut als die tief liegende Rückenmuskulatur.

Die Hochfrequenzdiathermie führt dagegen zu einer direkten Erwärmung und damit Lockerung der tiefen Rückenmuskulatur. Die Kombination der beiden Behandlungen stellt eine hochwirksame Therapie zur mechanischen Entlastung der Wirbelsäule, aber auch anderer Gelenke dar. Bei starken Schmerzen kombiniere ich gerne Spritzen an die entzündeten Wirbelgelenke, bei chronischem Verschleiß die knorpelregenerierende MBST-Kernspinresonanztherapie.

DXA – Osteodensitometrie

Die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) ist die wesentliche technische Untersuchung zur Feststellung einer Osteoporose. Es gibt unterschiedliche Messverfahren. Allerdings wird in den offiziellen Osteoporose-Leitlinien nur die DXA-Messung, wie ich sie durchführe, empfohlen. Die Messung mit Ultraschall an der Ferse gibt zwar einen Hinweis auf Osteoporose, ist aber für die Einleitung einer Osteoporosebehandlung nicht genau genug. Die Messung mittels Computertomografie bedeutet eine relativ hohe Strahlenbelastung und wird in den Leitlinien ebenfalls nicht empfohlen.

Ich führe die DXA-Messung mit dem EXPLORER der Firma HOLOGIC durch. Damit erhalte ich zuverlässige Messwerte entsprechend den Osteoporose-Leitlinien und damit die optimalen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung. Die Strahlenbelastung ist dabei minimal.

DXA – Osteodensitometrie

Horizontaltherapie mit dem Pro ElecDT 2000

Bei der Horizontaltherapie handelt es sich um eine spezielle Form der Elektrotherapie mit einen frequenzmodulierten Interferenzstrom.
Herkömmliche Verfahren der Elekrotherapie werden in der Regel lokal und nicht länger als 15 Minuten angewandt. Ziel der klassischen Elektrotherapie ist z.B. die lokale Durchblutungsverbesserung, Abschwellung oder kurzfristige Schmerzlinderung.

Horizontaltherapie mit dem Pro ElecDT 2000Bei der Horizontaltherapie werden wechselnde hohe Frequenzen benutzt. Bei hohen Frequenzen kann dem Körper eine sehr viel höhere elektrische Energie zugeführt werden als bei niedrigeren Frequenzen. Diese zugeführte Energie steigert den Stoffwechsel der Zellen.

Zudem erzeugen diese Frequenzen Schwingungen im Bindegewebe und in Flüssigkeit innerhalb und außerhalb der Zellen. Dieser Schütteleffekt führt dazu, dass Nährstoffe schneller verarbeitet werden und Abfallstoffe schneller abtransportiert werden, in der Summe eine weitere Steigerung des Zellstoffwechsels. Die Lokalbehandlung wird fast immer kombiniert mit einer Ganzkörperbehandlung. Dies verbessert die Wirkung der Lokalbehandlung in vielen Fällen. Die Behandlungsdauer von in der Regel 40 – 60 Minuten ermöglicht, dass der Stoffwechsel so intensiv angeregt wird, dass die Wirkung weit über die eigentliche Behandlung anhält, bis zur nächsten Behandlung. So wird eine zunehmende Wirkung über die typische Behandlungsdauer von 10 Behandlungen in 3 – 4 Wochen erreicht.

Nicht nur die verschleißbedingten Erkrankungen der Orthopädie sind mit einer Gewebeschädigung mit vermindertem Zellstoffwechsel verbunden, sondern auch viele andere Erkrankungen. Deshalb wirkt die Horizontalbehandlung auch bei einer Vielzahl von Erkrankungen. Ich setze die Horizontaltherapie vorwiegend in der Behandlung der aktivierten, also entzündeten Arthrose ein, bei Durchblutungsstörungen im Knochen (Knochenödem, erosive Osteochondrose, transitorische Osteoporose) und bei Osteoporose.

weiter